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weinlexikon von A-Z

Was Sie schon immer über Wein wissen wollten...

Baden
Zwischen Schwarzwald und Vogesen liegt eines der interessantesten deutschen Weinbaugebiete. Wie im nahen Württemberg haben die Weine lange darunter gelitten, dass viele unserer Landsleute Wein nicht zum Essen, sondern zum geselligen Beisammensein genießen. In vorauseilendem Gehorsam wurden die Weine immer weicher, säurearmer und „süffiger“ im eher negativen, nämlich etwas plumpen Sinne. Nun besinnt sich die Region auf ihre wahre Stärken und zeigt wieder zunehmend, was sie kann. Und die Talente sind sehr vielseitig mit Schwerpunkt bei den klassischen Burgundersorten, auch dem roten Spätburgunder, der sich, entsprechend vinifiziert, ganz sicher nicht hinter hochdotierten Burgundern verstecken muß. Der Trend zur hohen Qualität ist noch jung, der Stil noch nicht mit der im Burgund selbstverständlichen Sicherheit gefunden. Gerade das macht die Region auch spannend!
Barbera
Im Piemont fühlt sich der Barbera sicher am meisten zu Hause, wenngleich er auch in anderen Regionen Italiens und in Argentinien vertreten ist. Der Barbera stand lange Jahre im Schatten der regionalen Vorzeigerebsorte Nebbiolo, erst in den letzten Jahren widmet man ihm wieder die eigentlich verdiente Aufmerksamkeit und mancher Winzer scheint selbst erst langsam mit Entzücken festzustellen, welch grandiose Weine sich erzeugen lassen, wenn in guten Lagen mit wenig Ertrag gearbeitet wird. Dann gewinnt Barbera zuätzliche Komplexität durch Barriqueausbau, gerade weil er sich trotz des Holzeinsatzes Frucht und lebendige Säure nicht plattmachen läßt.
Barolo
Jahrzehntelang war der Barolo unangefochten der König unter Italiens Rotweinen. Aber auch im aufgeklärten Weinitalien ist die Monarchie abgeschafft und Regionen wie Toskana und Süditalien machen dem Herrscher das Zepter streitig. Das ist gut so, auch einem aus der Tradition gewachsenen Wein wie dem Barolo tut ein wenig geistige Auffrischung gut. Dass unsere italienischen Nachbarn dabei oft etwas übereifrig zu Werke gehen, liegt ihnen einerseits im Blut, andererseits verdanken wir es einigen wenigen Weinkoriphäen und ihnen hörigen Publikationen, die mit ihrem Standardbarriquegeschmack noch dafür sorgen werden, dass alle „great wines“ und „drei Gläser“ am Ende fast nicht mehr voneinander zu unterscheiden sein werden. Für eine so eigenständige Weinpersönlichjkeit wie den Barolo wäre das schade. Die Rebsorte Nebbiolo will scheinbar nur im Piemont so recht gedeihen, und nur dort haben die Winzer im Laufe vieler Generationen gelernt, ihn zu zähmen und jene einmalige Symbiose aus filigranen Düften und Fruchtnoten und schier unbändiger Kraft zu schaffen.
Bordeaux
Dank des milden, aber ausgeglichenen Klimas, einst die Sommerfrische des Pariser Adels, daher die vielen pittoresken Châteaus, gilt die Region schon seit Mitte des letzten Jahrhunderts als Wiege hochklassiger Rotweine, die ursprünglich vor allem in England geschätzt wurden. Die heute so verbreiteten Barriques, kleine Eichenfässer von ca. 235 l Inhalt, waren ursprünglich die (für die Verschiffung im Hafen von Bordeaux für damalige Verhältnisse recht handliche) Transportverpackung für den florierenden Weinhandel mit Erbfeind England. In manchmal an Borniertheit grenzender Traditionsverbundenheit entstehen hier aus Cabernet und Merlot immer noch die vielleicht besten (und teuersten) Rotweine der Welt, und neben diesen unglaublich viele einfachere aber immer noch hochklassige Weine dank der von Generation zu Generation vererbten und verfeinerten Techniken und dem daraus gewonnen Erfahrungsschatz.
Burgund
Neben Bordeaux das zweite Anbaugebiet mit besonders langer Tradition. Die für Rotweine heute fast ausschließlich verwendete Pinot Noir-Traube kam zur Erzeugung fruchtiger Roséweine für den englischen Markt ins Burgund. Als rosé in England „out of fashion“ wurde, mussten sich die Winzer etwas einfallen lassen und entwickelten einen besonders raffinierten Umgang mit dieser nicht einfach zu vinifizierenden Traube. Wohl nirgends sonst wird so geschickt jedes Jahr neu mit Länge der Gärung, Mitverwendung der Stiele, und Reifenlassen in neuen oder nicht neuen Holzfässern „gespielt“, um aus dem jeweiligen Jahrgang das beste zu machen.So berühmt wie die roten sind hier aber auch die Weißweine, fast immer aus Chardonnay hergestellt, und aus den große Lagen wie Montrachet wohl unübertroffen in der Welt. Ebenfalls zum Burgund gehören das etwas nördlicher gelegene Chablis, wo die Weine aufgrund des Klimas etwas duftiger und rassiger ausfallen, sowie das Beaujolais, wo aus der Gamaytraube leichtere, fruchtbetonte, aber bestenfalls sehr elegante Weine erzeugt werden.

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