Riegel Bioweine unterstützt offenen Brief
Eine enkeltaugliche Landwirtschaft braucht einen klaren politischen Kurswechsel. Und zwar jetzt. Gemeinsam mit über 100 Organisationen und Einzelpersonen aus der Bio-Branche, dem Umweltschutz, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft unterstützt Riegel Bioweine den offenen Brief des Bündnisses für eine enkeltaugliche Landwirtschaft an die Bundesregierung.
Im Zentrum der Forderungen steht ein schrittweiser, aber konsequenter Ausstieg aus dem Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide. Denn die Erkenntnisse der Forschung sind eindeutig: Pestizide gefährden Biodiversität, belasten unsere Gewässer und Luft und stehen im Widerspruch zu einer nachhaltigen und gesunden Landwirtschaft.
Deutschland hat sich völkerrechtlich dazu verpflichtet, das Risiko durch Pestizide bis 2030 deutlich zu senken. Doch bislang fehlt eine wirksame Strategie, um dieses Ziel zu erreichen. Stattdessen erleben wir Stillstand.
Der offene Brief des Bündnisses formuliert sechs konkrete politische Maßnahmen, die wir als notwendig und realistisch ansehen:
- Reform des Zulassungsverfahrens für Pestizide mit unabhängiger wissenschaftlicher Bewertung
- Einführung eines bundesweiten Luftmonitorings, um die Verbreitung von Pestiziden zu dokumentieren und einzudämmen
- Mehr Transparenz beim Pestizideinsatz und öffentlich zugängliche Informationen über wann, wo und was gespritzt wird
- Schutz von Bio-Betrieben durch klare gesetzliche Regelungen und einen Schadensfonds bei Kontaminationen
- Umsetzung der EU-Richtlinie zur Pestizidreduktion in nationales Recht
- Einführung einer risikobasierten Pestizid-Abgabe, um die tatsächlichen Folgekosten zu berücksichtigen und den Umbau der Landwirtschaft zu fördern
Als langjähriges Mitglied im Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft setzen wir bei Riegel Bioweine auf Transparenz, Verantwortung und Zusammenarbeit. Wir wissen: Eine gesunde Landwirtschaft braucht Vielfalt, Bodenfruchtbarkeit und starke Rahmenbedingungen und keine chemische Abhängigkeit.
Deshalb unterstützen wir diesen Appell an die Politik mit voller Überzeugung.